In unserem Lager von Gangway in Marzahn haben wir 3D Drucker aufgestellt und beginnen sie zu nutzen. Was steckt dahinter? Uns interessiert das Soziale im Bau von Maschinen und Dingen, im Basteln und Entdecken, im Erkunden von Produktion und Wirtschaft. Uns interessiert was geschieht, wenn man soziale Technik, Netzwerke und geteiltes Wissen gemeinsam nutzt. Unsere Vermutung: Menschen entdecken ihre Freude am Basteln, entdecken eigene Talente, lernen die Demokratisierung von Produktion kennen.

Dieser Artikel verfolgt zwei Ziele: einerseits soll er für Sozialarbeiter umreißen, welche Möglichkeiten im globalen Teilen von Wissen und im lokalen digitalen Produzieren für ihre Arbeit stecken. Anderseits soll er Bastler, Nerds und allgemein Interessierte ansprechen, bei unserem Projekt in Marzahn mitzumachen.

Ein 3D Drucker trägt in Schichten Plastikmaterial auf und lässt daraus eine Form entstehen. Die Designs können irgendwo auf der Welt erstellt und überall durch 3D Drucker in Form gebracht werden. Viele Designs sind frei zugänglich, diese Logik zu nutzen und zu reproduzieren ist wesentlicher Teil der Fab Lab Bewegung: Dinge und Maschinen selbst zu konstruieren und Bauanleitungen zur freien Nutzung ins Netz zu stellen. Der Drucker, den wir nutzen, ist selbst ein solches Projekt der open source (offene Quelle) hardware. Interessierten Menschen sei die Projekt Website und das Video auf der Startseite ans Herz gelegt. 

Diese Entwicklung ist im Beginn, sich zu entfalten – wir stehen am Anfang zu begreifen, wie globales Design und lokale Produktion Wirtschaft und Gesellschaft verändern können. Warum dies also nicht für soziale Arbeit nutzen? Wie machen sich die Soziale Arbeit und die Menschen, mit denen sie zu tun hat, diese Entwicklung zunutze? Wie werden sie Teil davon?

Unsere erste Idee: ein Beitrag zu einem Projekt der selbstorganisierten Nutzung öffentlicher Infrastruktur. Der Rollsportverein We Roll Berlin eröffnet in diesem Herbst wieder das Winterquartier der Skater vom Roten Skatepark in Marzahn, die Skatehalle P12. Ich kam im Juli zum Team von Gangway hinzu und war begeistert von der Art, wie die Jugendlichen sich diese ungenutzte Industriehalle mit Begleitung von Gangway erkämpft haben. Das interessiert mich zutiefst: geteilte Infrastruktur erzeugen und nutzen, Wissen teilen und gemeinsam nutzen – das Thema der Open Source Hardware (kostenloser, legaler Download auf der Verlagswebsite). Orte des Experimentierens hierfür sind Fab Labs wo digitale Werkzeuge fast alles herstellen können. Der 3D Drucker ist eines dieser Werkzeuge und diese Finger Skate Rampe  ein Beispiel für die Fülle von Bauanleitungen, die frei geteilt werden können.

Wir wollen also versuchen, mehr Rampen zu produzieren und diese dem Verein We roll Berlin zur Verfügung zu stellen. Vielleicht lassen sie sich nutzen, um Unterstützer zu finden, Geldgeber zu beeindrucken, oder einfach zum spielen und träumen wie sich dieses Projekt des gemeinsamen Rollsports in Berlin weiter entwickeln kann.

Kontakt: thomasm@gangway.de

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