ZwischenWelten — innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern

Das Projekt ZwischenWelten ist eine Kooperation zwischen Gangway-Straßensozialarbeit in Berlin e.V. und der Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin. Das Projekt fokussiert sich auf eine niedrigschwellige Prävention von Gewalt- und Radikalisierungstendenzen bei jugendlichen Inhaftierten, Vollzugsgelockerten oder ehemaligen Inhaftierten sowie von Inhaftierung

Das Projekt wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung | Landesstelle für Gleichbehandlung – gegenDiskriminierung.

    

Jugendliche und Heranwachsende, die von Flucht und Kriegshandlungen traumatisiert wurden oder Diskriminierung und Gewalt – teilweise in der eigenen Familie – erlebt haben, empfinden die verschiedenen Konfliktlagen in ihrem Leben häufig als erdrückend. Sie bewegen sich in verschiedenen Kulturen und befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation am Übergang zwischen alter und neuer Heimat. Sie haben das Gefühl, dass alles um sie herum zusammenbricht, der verlässliche, gesellschaftliche Boden unter ihren Füßen schwindet, sie selbst wenig Einfluss auf ihr Leben haben und ihnen keiner hilft.

Ziel des Projektes ist es, als Sprachrohr und Ventil für die Problemlagen der Teilnehmenden zu fungieren und sie dabei zu unterstützen, ihre individuelle Biographie als alternative Quelle von Sinnstiftung wahrzunehmen, ihren Selbstwert zu erkennen und zu stärken sowie die Verantwortung für ihr Leben selbstbewusst anzunehmen und mittels dieser Kompetenzen die eigene Zukunft gestalten zu können.

Die Workshop werden geleitet von:

Aicha Ben Mansour (ihre Bio kommt bald)

Jasmin Gehrandt ist freiberufliche Theaterpädagogin mit interkulturellem Schwerpunkt, Bildende Künstlerin und Geisteswissenschaftlerin. Sie realisiert Theater- und Kunstprojekte mit unterschiedlichen Zielgruppen und ist als Ausstatterin für Theaterproduktionen tätig. Seit 2017 ist sie Dozentin bei ZwischenWelten in der Jugendstrafanstalt Berlin.

Birgit Lang ist Sozialwissenschaftlerin und seit 2002 in der Jugendstrafanstalt Berlin als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mediatorin tätig. Aktuell ist sie Leiterin der Helmut-Hübener-Schule in der Jugendstrafanstalt und des Projektes ZwischenWelten in Kooperation mit Gangway.

Emanuela Pilolli geboren 1986 Italien. Studierte Philosophie, Medienwissenschaften und Theaterpädagogik. Beteiligt an verschiedenen Theater- und Kunstprojekten in Italien und Deutschland . Seit 2016 Dozentin im Projekt ZwischenWelten in der Jugendstrafanstalt Berlin.

Weitere Informationen

Das Buch „ZwischenWelten. Herkunft – Ankunft – Hinter Gittern – Zukunft?“

 

 

Das Buch erschien Ende 2020 im Hirnkost-Verlag. Es beinhaltet neben den Werken der jungen Männer auch Texte von denen, die dieses Projekt ermöglicht haben. So erzählt es nicht nur die individuellen Geschichten der Häftlinge, sondern auch die Geschichte und die Methoden des Projekts.

Es ist für 12 Euro im Hirnkostverlag erhältlich.

Die aktuelle EP von ZwischenWelten

könnt ihr euch hier anhören und downloaden.

Beiträge des Projekts