Streetwork – der Name ist Programm.

Denn unser Arbeitsumfeld ist vor allem die Straße, der öffentliche Raum. Dort suchen wir Jugendliche auf, die von herkömmlichen sozialen Institutionen nicht mehr erreicht werden bzw. werden wollen. Hier organisieren wir unsere Arbeit unmittelbar im Lebensumfeld der jungen Menschen (§13 SGB VIII). Dafür machen wir regelmäßig Rundgänge durch Stadtteile, vorzugsweise zu Zeiten, an denen Jugendliche anzutreffen sind, das heißt vor allem nachmittags, abends, am Wochenende und in den Ferien.

Je nach Wetterlage kann so ein Rundgang schon mal mehrere Stunden dauern. Wir sind dabei immer mindestens zu zweit. Über verschiedene Runden behalten wir dann den kompletten Bezirk im Auge und schauen besonders nach Orten, an denen sich Jugendliche aufhalten bzw. aufhalten dürfen, z.B. Skateanlagen, Hinterhöfe, Parks. Inzwischen beobachten wir aber, dass feste Treffpunkte oder Aufenthaltsorte seltener werden. Darauf reagieren wir. Unsere Rundgänge machen wir inzwischen nicht mehr nur zu Fuß sondern auch vermehrt mit dem Fahrrad.

Im Kopf haben wir dabei präsent, dass wir stets nur Gast in der Lebenswelt unserer Adressat*innen sind. Das heißt, wir begegnen ihnen mit dem Respekt, der Gastgeber*innen eben dafür gebührt, Gäste in ihrem Zuhause aufzunehmen. Streetwork mit Jugendlichen und mit Erwachsenen unterscheidet sich hier nicht, obwohl letzteres natürlich mit Wohnungslosen eine ganz andere Zielgruppe hat.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.