Last Updated on 17. Juni 2020 by Michael “Micky” Patock

Seit einiger Zeit können wir wieder kleinere Gruppenaktion mit jungen Menschen unternehmen. Im Hinterhof mit Mindestabstand zusammen sitzen und über Gott und die Welt diskutieren, oder so wie gestern, mit einer kleinen Gruppe zum Kletterwald in Henningsdorf fahren. Auch wenn Gruppenaktivitäten im Moment schwierig sind, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehnen sich oft danach, endlich wieder etwas gemeinsam unternehmen zu können. Für sie sind die gemeinsamen Aktivitäten, ob untereinander in ihren Peergroups oder mit uns, wichtig. Die vergangenen Monate waren für sie auch so schwierig – es gibt noch viel mehr Gründe warum die Zeit gerade für Jugendliche sehr schwierig war und zum Teil noch ist-, weil Jugendeinrichtungen geschlossen waren. Oder weil Freizeit- und Beratungsangebote wie wir sie anbieten, nur unter erschwerten Bedingungen oder überhaupt nicht stattfinden dürften. Beratungen können, fanden und finden zwar auch virtuell oder per Telefon statt und Beziehungsarbeit funktioniert bis zu einem gewissen Grad auch über einen Videochat und ein Telefonat, doch hat das Treffen und Gespräch in der physischen Welt eine andere Qualität. So ist es aus unserer Perspektive und aus dem was uns die jungen Menschen berichten, wichtig und gut das es seit einiger Zeit wieder diverse Angebote in der “realen” Welt von Jugendeinrichtungen für sie gibt.

Gestern fand also eines dieser wieder stattfindenden Gruppenangebote statt. Ein Besuch im CLIMB UP! – Kletterwald in Hennigsdorf stand auf dem Programm.  Da wir aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln im Moment leider nicht unseren Bus nutzen dürfen, wurde es ein Ausflug mit S- und U-Bahn. So wie längere Fahrten im Bus, sind längere Fahrten mit S- oder U-Bahn immer eine tolle Gelegenheit zu reden und zu diskutieren. Was die Jugendlichen aus unserer Erfahrung unglaublich gerne tun. Der Austausch und die Diskussion mit uns Erwachsenen, zu den unterschiedlichsten Themen, wird von ihnen immer wieder eingefordert. Zwar war es natürlich schwieriger sich in der Bahn zu unterhalten, während wir versuchten die Mindestabstände einzuhalten und dabei alle auch noch eine Maske trugen, aber nichts ist unmöglich. So gestaltete sich die Fahrt in den hohen Norden doch ziemlich kurzweilig und wir waren schneller am Ziel als Gedacht. Nachdem wir in Berlin-Heiligensee die S-Bahn verließen, gelangten wir nach einigen Minuten an die Stadtgrenze und waren plötzlich in Brandenburg. So schnell kann es gehen. Beim Kletterwald angekommen mussten wir erst mal was trinken, denn die Temperaturen und die lange Anfahrt hatten ihre Spuren hinterlassen. Wir waren jetzt schon platt. Nachdem wir uns mit kühlen Getränken gestärkt hatten, ging es auch schon mit dem Anlegen der Klettergurte und der Einführung in die Regeln und die Technik los. Anschließend wurden die höchsten Höhen erklommen und die schwierigsten Kletterherausforderungen gemeistert. Alle hatten viel Spaß und einige stellten sich nicht nur den körperlichen Herausforderungen, sondern überwanden auch persönliche Ängste. In acht Metern über ein Seil zu balancieren, ist nicht für jeden eine Kleinigkeit.

Am Ende waren wir alle ziemlich fertig und einige von uns hätten ein paar Wechselshirts gebrauchen können. Es war nämlich eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit durch die brandenburger Wälder zu klettern. Das einzige was uns alle ein bisschen störte, gefühlt gab es in diesem Wald tausenden Stechmücken und alle waren irgendwie bei uns.

Beim nächsten Mal also mit Wechselklamotten und mit Mückespray.

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