Last Updated on 7. April 2017 by Anja Baer

Am 19. April 2017 findet im JugendKulturZentrum PUMPE eine Theaterpremiere der besonderen Art statt, bei der die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit präsentiert werden. Junge Männer und Frauen, die eine Zeit ihres Lebens im Gefängnis verbracht haben und ProfischauspielerInnen treffen in dieser Theatergruppe aufeinander.

Der Ursprung des Projektes war die Recherche für einen Kinofilm von Connie Walther über eine Hundetrainerin, die einen Workshop mit Gewaltstraftätern in einem Gefängnis durchführt. Im Rahmen ihrer Recherche traf sie auf Sabine Winterfeldt, die bereits seit 2003 gemeinsam mit Psychologen, Schauspielern und Antigewalttrainern Theaterproduktionen in Strafanstalten realisiert.Die Regisseurin Connie Walther und die Schauspielerin und Theaterpädagogin Sabine Winterfeldt entwickelten ein Stück mit einer Gruppe junger Schauspieler und Exinhaftierter und suchten nach vermeintlichen Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Es geht um Aggressivität, Identität, Ausgrenzung, deren Ursache und die daraus resultierenden Folgen für das Individuum, aber auch für die Gesellschaft.

Das Stück:

Das Stück besteht aus zwei Ebenen: Die„Phantasieebene“ in der eine Welt dargestellt wird, in der es keine Frauen gibt.
Die Männer agieren in dieser Geschichte wie Figuren aus Westernfilmen. Sie duellieren sich, streiten sich um den Status in ihrer Gesellschaft und betrinken sich. In dieser Gesellschaft muss man einen Hund besitzen um als Mann etwas darzustellen. Die Hunde werden von den Frauen dargestellt. Konflikte um die gesellschaftliche Position, um Status und Ressourcen werden auf dem Hundeplatz ausgetragen.

In der zweiten Ebene setzen sich die Schauspieler auf der Bühne in den Diskurs zur inszenierten Welt. Alles kommt auf den Prüfstand und wird diskutiert, verworfen oder bestätigt. Am Ende geht es um die Rolle von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft, um die Art, wie wir leben und wie wir leben wollen.

Das Stück thematisiert die Frage, welche Glaubenssätze Menschen zum Handeln bringen und welche Glaubenssätze eine Gesellschaft in ihrer Entwicklung limitieren.

Die Macherinnen:

Connie Walther ist eine renommierte und preisgekrönte Kino- und Fernsehregisseurin, die mit„Wir müssen draußen bleiben“ ihre erste Theaterregie umsetzt. Parrallel bereitet sie gerade gemeinsam mit Zero one Film und actionconcept ihren Film:„die Rüden“ vor.

Sabine Winterfeldt ist Schauspielerin, Antigewalttrainerin und Theaterpädagogin und realisiert bereits seit 2003 Gefängnistheaterprojekte in unterschiedlichen Strafanstalten.

Das Stück ist eine Produktion von Zone3 e.V. in Kooperation mit Gangway e.V. und wurde mit Mitteln des Berliner Kulturfonds Kulturelle Bildung realisiert.

Weitere Informationen

Premiere: Mittwoch, 19. April 2017 um 19:30 Uhr

Weitere Aufführungen: 20.-22. April 2017, 19:30 Uhr

Ort:  JugendKulturZentrum PUMPE (Lützowstr. 42, 10785 Berlin-Mitte, www.pumpeberlin.de)

Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten. Kartenbestellung/ Anmeldung über die.rueden@zone3.berlin

Projektkonzeption: Ausführliche Projektbeschreibung: Wir müssen draußen bleiben (pdf)

Kontakt: Zone3 e.V. Kultur-Integration-Bildung (Eiswerderstr. 20A – 13585 Berlin-Spandau, kontakt@zone3.berlin, www.zone3.berlin)

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