Last Updated on 31. August 2015 by Anja Pyranja

wird diagnostiziert, wenn mindestens eines der vier folgenden Merkmale über einen Zeitraum von zwölf Monaten gegeben ist:

Der/die Jugendliche macht wiederholt von Substanzen Gebrauch, was dazu führt, dass zentrale Rollenanforderungen in Beruf, der Schule oder Zuhause von ihm nicht erfüllt werden können (z.B. wiederholtes Fehlen, mit dem Substanzkonsum einhergehende schlechte Leistungen etc.).

Der/die Jugendliche konsumiert wiederholt in Situationen, in denen infolgedessen sich körperliche Beeinträchtigungen zeigen (z.B. Reaktionsvermögen und Schwindel beim Autofahren).

Es kommt wiederholt zu gesetzlichen Komplikationen oder Zuwiderhandlungen (z.B. Verhaftung aufgrund von durch Konsum aufgetretener Verhaltensauffälligkeiten).

Ungeachtet stetiger und wiederholter sozialer Probleme, die infolge des Konsums auftreten oder verstärkt worden sind, wird weiter von der Substanz Gebrauch gemacht.

Eine Substanzabhängigkeit, synonym zum Suchtbegriff, wird erst dann diagnostiziert, wenn mindestens drei der folgenden Symptome auf den /die Jugendliche(n) zutreffen:

  • Bei(m) der Jugendlichen kann eine Toleranz bezüglich der Substanz festgestellt werden.Es wird ein sozialer Rückzug des/der Jugendlichen beobachtet ( z.B. Abnahme der Sozialkontakte, verminderter Gesprächsbedarf etc).
  • Der/die Jugendliche konsumiert eine größere Menge von der Substanz, als er/sie ursprünglich beabsichtigt hat, bzw. konsumiert die Substanz länger als gewollt.
  • Der/die Jugendliche hegt den ständigen Wunsch oder hat mehrmals erfolglos versucht, die Menge des Konsums zu reduzieren.
  • Der Großteil der Zeit des/der Jugendlichen dient der Substanzbeschaffung, dem Substanzkonsum oder der Erholung von deren Wirkungen.
  • Wichtige, soziale, berufliche oder Freizeitaktivitäten des/der Jugendlichen werden revidiert oder begrenzt; stattdessen geht der/die Jugendliche dem Substanzkonsum nach.
  • Der/die Jugendliche setzt den Konsum fort, obwohl er/sie erkannt hat, dass ein dauerhaftes, wiederkehrendes psychisches oder physisches Problem vorliegt, das durch die Substanz verursacht oder potenziert wird.

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