Straßensozialarbeit in Berlin

Erstmals war dazu die Presse eingeladen. Die Abendschau berichtete in einem zweiminütigen Beitrag über dieses wichtige Thema.

Tod auf der Straße: Strukturelles Versagen

Jedes Jahr sterben zahlreiche obdachlose Menschen in Berlin. Sie sterben leise, einsam und unbemerkt. Diese Tode sind kein Schicksal, sondern vermeidbar. Niemand wählt die Straße freiwillig. Oft empfinden die Menschen das Leben auf der Straße aber als erträglicher als die Zustände in überfüllten Notunterkünften, die Privatsphäre und Sicherheit vermissen lassen. Mangelnde medizinische Versorgung, Gewalt und menschenfeindliche Haltungen machen die Straße zu einem lebensfeindlichen Ort.

Wenn jemand stirbt, geschieht die Bestattung oft anonym durch Behörden – ohne Angehörige, ohne Worte, ohne Abschied. Den Hinterbliebenen, Freund*innen, Bekannten und auch uns Sozialarbeitenden bleibt somit kein Raum zum Trauern und Gedenken.

Ein Ort der Würde

Es gibt in Berlin keinen offiziellen Ort des Gedenkens für diese Menschen. Wir wollen mit den Tafeln sichtbar machen, was sonst unsichtbar bleibt, und ein Zeichen gegen die Gleichgültigkeit setzen.

Wenn Menschen auf der Straße sterben, ist das ein strukturelles Versagen. Jeder Mensch verdient Würde – im Leben und im Tod.

Hier ist die Gedenktafel als Standort auf Google Maps zu finden: KLICK