Nachdem unsere Partnerinnen und Freundinnen aus Guadeloupe uns bereits im Mai dieses Jahres im Rahmen des Projekts Guadeloupe2Berlin in Berlin besucht hatten, fand vom 2. bis 10. Dezember der Gegenbesuch unserer Berliner Jugenddelegation in Guadeloupe statt. Diese Reise stellte einen zentralen Baustein des internationalen Jugendaustauschs dar und vertiefte die zuvor geknüpften persönlichen, kulturellen und inhaltlichen Beziehungen.
Während des Aufenthalts erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Insel Guadeloupe in ihrer landschaftlichen Vielfalt ebenso kennenzulernen wie in ihrer komplexen historischen und gesellschaftlichen Realität. Ein besonderer Fokus lag auf der Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit der Insel. In diesem Zusammenhang besuchten die Teilnehmenden Museen und Gedenkorte zur Geschichte der Sklaverei und setzten sich intensiv mit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinander. Diese historischen Perspektiven wurden ergänzt durch Begegnungen mit dem heutigen Alltag auf Guadeloupe, unter anderem bei Besuchen lokaler Marktplätze und im Austausch mit der lokalen Bevölkerung.
Neben den kulturellen und historischen Programmpunkten spielte auch das gemeinsame Erleben der Natur eine wichtige Rolle. Wanderungen durch dichte tropische Wälder, das Schwimmen unter Wasserfällen sowie weitere naturpädagogische Aktivitäten stärkten die Gruppendynamik und boten Raum für informellen Austausch und gemeinsames Erleben.
Ein fester Bestandteil jedes Tages waren die morgendlichen Sprachanimationskurse, die von unseren Kolleg*innen des Centre Francaise de Berlin durchgeführt wurden. Diese Einheiten förderten nicht nur die sprachlichen Kompetenzen der Jugendlichen, sondern unterstützten auch die interkulturelle Kommunikation und das gegenseitige Verständnis innerhalb der deutsch-französisch-kreolischen Gruppe.
Die zahlreichen Eindrücke, Erfahrungen und Diskussionen der intensiven gemeinsamen Tage flossen schließlich in kreative Abschlussprodukte ein, die von den Jugendlichen in gemischten Gruppen gemeinsam erarbeitet wurden. Diese Ergebnisse spiegeln ihre persönlichen Perspektiven auf Geschichte, Identität, Austausch und Solidarität wider. Der gesamte Prozess sowie die entstandenen Arbeiten wurden filmisch dokumentiert. In naher Zukunft werden wir diese im Rahmen einer Kurzdokumentation der Öffentlichkeit zugänglich machen und so die Stimmen und Sichtweisen der jungen Teilnehmenden weitertragen.
Der Rückbesuch nach Guadeloupe stellte damit nicht nur den Abschluss, sondern auch einen Höhepunkt des Projekts Guadeloupe2Berlin dar und unterstrich die nachhaltige Wirkung internationaler Jugendbegegnungen auf persönlicher, kultureller und politischer Ebene.






























































Following the visit of our partners and friends from Guadeloupe to Berlin in May of this year, the project Guadeloupe2Berlin continued with the return visit of our Berlin youth delegation to Guadeloupe from December 2 to 10. This trip represented a central component of the international youth exchange and further deepened the personal, cultural, and thematic connections established earlier in the project.
During their stay, the young participants had the opportunity to explore Guadeloupe both in its natural beauty and in the context of its complex historical and social realities. A particular focus was placed on engaging with the island’s colonial past. In this context, the group visited museums and memorial sites dedicated to the history of slavery, allowing participants to critically reflect on its lasting impact up to the present day. These historical perspectives were complemented by encounters with contemporary life in Guadeloupe, including visits to local markets and exchanges with members of the local community.
In addition to the cultural and historical program, shared experiences in nature played an important role throughout the exchange. Hikes through dense tropical forests, swimming beneath waterfalls, and other outdoor activities strengthened group cohesion and created space for informal dialogue and collective reflection.
A fixed component of each day were the morning language animation sessions led by our colleagues from the Centre Francaise de Berlin. These sessions not only enhanced the participants’ language skills but also supported intercultural communication and mutual understanding within the multilingual and multicultural group.
The many impressions, experiences, and discussions of these intensive days were ultimately translated into creative final outputs, collaboratively developed by the young participants in mixed groups. These works reflect their personal perspectives on history, identity, exchange, and solidarity. The entire process and the resulting outcomes were documented on film. In the near future, these materials will be shared with the public in the form of a short documentary, amplifying the voices and viewpoints of the young participants.
The return visit to Guadeloupe thus marked not only the conclusion but also a highlight of the Guadeloupe2Berlin project, underscoring the lasting impact of international youth exchanges on personal, cultural, and civic levels.

