ZwischenWelten ist ein Projekt zur niedrigschwelligen Prävention von Gewalt- und Radikalisierungstendenzen bei jungen Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrun­gen. Seit 2016 setzen sich junge Männer in der Jugendstrafanstalt Berlin und bei Gangway e.V. damit auseinander, was es bedeutet, zwischen den Welten oder in ZwischenWelten zu leben, die Unsicherheiten auszuhalten, neue Ziele zu finden und selbstbestimmt die eigene Zukunft zu gestalten. Die Teilnehmer des Projektes sind junge Männer, die von Flucht und Kriegshandlungen traumatisiert wurden oder Gewalt in der eigenen Familie erlebt haben. Sie empfinden die verschiedenen Konfliktlagen in ihrem Leben als erdrückend, haben das Gefühl, dass alles um sie herum zusammenbricht, sie selbst wenig Einfluss haben und ihnen keiner hilft. Sie bewegen sich in verschiedenen Kulturen und befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation am Übergang zwischen alter und neuer Heimat.

Hier setzt ZwischenWelten an. In dem Projekt begeben sich die Teilnehmer auf eine sehr persönliche Ebene. „Ziel des Projektes ist es, dass die Teilnehmer ihre Geschichten entdecken, sie untereinander diskutieren und dann zu Papier bringen, jeder nach seinen Fähigkeiten und Interessen mit Kunstformen wie Schreiben, Film, Graffiti, Zeichnungen, Theater oder Rap. Im letzten Schritt ist es wichtig, dass diese Gedanken und Impressionen mit einem Publikum geteilt werden und sie ein Feedback bekommen. Damit schließt sich der Kreis.“ beschreibt Birgit Lang, die Sozialarbeiterin und Projektleiterin in der Jugendstrafanstalt, ihre Arbeit mit den Inhaftierten.

Projektabschnitte

Das Projekt wird in verschiedenen Teilprojekten umgesetzt, die jeweils einen anderen Schwerpunkt haben:

  1.  Teilprojekte zum Thema HEIMAT (Nov 2016 – Feb 2017)
  2.  Teilprojekte zum Thema TRÄUME (März 2017 – Sept 2017)
  3.  Teilprojekte zum Thema MASKEN (Nov 2017 – Jan 2018)
Weitere Informationen

Weitere Texte, Bilder und Videos sind auf der Seite www.zwischenwelten030.de

 

Beiträge zum Projekt ZwischenWelten