Anti-Gewalt- und Soziale-Kompetenz-Trainings

Interne und externe Angebote im Bereich der Anti-Gewalt-und sozialer Kompetenztrainings

Unsere Trainings richten sich in der Regel an Jugendliche und junge Erwachsene (14-27 Jahre), die wir aus der Arbeit in den Kiezen, ihren Lebensräumen, kennen und zu denen wir eine Beziehung aufgebaut haben. Unser Anspruch ist, dass sie sich freiwillig darauf einlassen, sich mit ihrem gewalttätigen Verhalten auseinander zu setzen. Veränderungsprozesse setzen Vertrauen und Verbindlichkeit zu den betreffenden Personen voraus. Deshalb lässt sich dieses Angebot gut in unser Arbeitsfeld einbinden.

Viele unserer Kolleg*innen haben sich für diesen speziellen Bereich auf unterschiedlichen Wegen weitergebildet, um Angebote bedarfs- und zielgerecht an Jugendliche richten zu können.

In unserem Träger gibt es sowohl zertifizierte Anti-Gewalt- und Kompetenztrainer*innen, welche umfängliche Trainings durchführen können, als auch erfahrene Kolleg*innen, die aufgrund ihrer Berufspraxis geschult sind und somit lebenspraktische Methoden und Techniken erfolgreich vermitteln können. Darüber hinaus eignen sich unsere Kolleg*innen in Fortbildungen vielfältige Methoden der Gewaltpräventionsarbeit an. Diese werden sowohl in der alltäglichen Gruppenarbeit als auch in Einzelgesprächen praktisch angewandt, um mit jungen Menschen perspektivisch an ihrem Verhalten arbeiten zu können.

Beziehungsaufbau zu den Jugendlichen ist die Basis.

Unser Ansatz in der Arbeit mit Jugendlichen beinhaltet das Selbstverständnis, diese als Individuen wahrzunehmen, ihre Biographien kennenzulernen, ihre Potentiale zu fördern und dabei das soziale Umfeld so mit einzubeziehen, dass eine Verhaltensänderung und neue Zielausrichtung auch real angegangen und umgesetzt werden kann. 

Wir begleiten die jungen Menschen parteiisch und ohne Vorurteil, nehmen nur auf deren Wunsch Kontakt zu Freunden und Angehörigen auf, vermitteln mit Behörden und leiten alles Erdenkliche in die Wege, um positive Impulse zu setzen. Negativ geahndete Vorwürfe schrecken uns nicht ab. Wir verstehen uns als Anwält*innen und Sprachrohr für junge Menschen. Wir geben konstruktive Kritik bei sogenanntem Fehlverhalten, welche mit Handlungsalternativen und -empfehlungen verbunden ist.

Vielfältig und niedrigschwellig – unsere Angebote

Einige Teams organisieren über “Kiezorientierte Gewaltprävention” Projekte und Angebote an Schulen, wie z.B. die Begleitung von Klassenfahrten zur Verbesserung des Klassenklimas durch die Stärkung der sozialen Kompetenzen. 

Weitere Angebote sind die Nachbetreuung von Haftentlassenen, Unterstützung anderer Einrichtungen bei der bedarfsgerechten Entwicklung von Projekten aber auch die Erweiterung des Aktionsradius der Streetwork-Teams durch zusätzliche personelle Ausstattung.

Gangway-Kolleg*innen haben in den Bezirken mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen auch eine Beratungsfunktion für andere Pädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Lehrer*innen. Sie können auch Schulungen zur Konzeptionierung eigener Sozialer-Kompetenz-Trainings oder Rausch- und Risikoworkshops zur Gewaltprävention anbieten.

Was dabei zu beachten ist:

Gruppen und Einzeltrainings, die Gangway mit Jugendlichen durchführt, dürfen nicht als Auflage von Gerichten verfügt worden sein, da dies unserem Prinzip der Freiwilligkeit widerspricht.

Im Rahmen unserer bezirklichen Netzwerkarbeit bieten wir in Kooperation die gemeinsame Durchführung von Trainings an. Da jedes Training erst nach Absprache bedarfsgerecht geplant wird, ergibt sich kein einheitliches Konzept, was auch bedeutet, dass eventuell aufkommende Kosten unterschiedlich sein können.

Bei vorhandenen personellen Ressourcen, ist es auch möglich, dass ein bis zwei Streetworker*innen als Trainer*in bei externen Anfragen von Einrichtungen und Schulen ein solches Angebot kostenpflichtig durchführen. 

Ansprechpartnerinnen:

Anna Biedermann (anna@gangway.de) und Daniela Telleis (daniela@gangway.de)

Beiträge des Projekts