Bucher Graffitikünstler und Geflüchtete verschönern die neue Unterkunft

Anfang Oktober öffnete die Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in Buch ihre Türen für die ersten Bewohner*innen. Wir vom Team Pankow haben schon lange vor der Eröffnung Kontakt zu den Betreibern (Stephanus Stiftung) aufgenommen und über mögliche Projekte mit Jugendlichen Bewohner*innen der Einrichtung gesprochen. In der ersten Woche der Herbstferien wurde es konkret. Zusammen mit zwei Bucher Graffitikünstlern haben wir in dieser Zeit ein Graffitiprojekt in der Unterkunft initiiert. Ziel war es, mit den Jugendlichen und Kindern erst ein wenig über Graffitikunst zu lernen und dann ein gemeinsames Gemälde zu sprühen. Zudem wollten wir den Bewohner*innen die Möglichkeit geben, Jugendeinrichtungen in Buch kennen zu lernen. Eine Woche vor den Ferien haben wir Kontakt zu einigen Jugendlichen in der Unterkunft aufgenommen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und das Interesse  der Jugendlichen an einem solchen Projekt zu erfragen.  Bei einem Treffen der Jugendlichen, den Künstlern und uns in der Infobox lernten wir uns kennen und stärkten uns für die Theorieeinheit. Der Jugendclub „Der Alte“ stellte uns für die Theorieeinheit Räumlichkeiten zur Verfügung. Bei dieser Gelegenheit konnten die Jugendlichen gleich die Einrichtung und Angebote vor Ort kennen lernen. In der Theorieeinheit wurden erste Skizzen angefertigt, wie spätere Graffiti aussehen könnten.

Am zweiten Tag ging es dann zu den „Seven Walls“ in Pankow-Heinersdorf. Die Seven Walls sind seit Jahren ein beliebter Spot für viele Graffitikünstler aus der Region. Dort zeigten wir den Teilnehmer*innen, wie vielfältig Graffiti sein kann. Nach einem Rundgang über das Areal und einigen erläuternden Worten von den Künstlern konnten die Kinder und Jugendlichen nun endlich selbst zur Dose greifen und der Kreativität freien Lauf lassen. Dabei wurden sie mit Tipps und Tricks von den Künstlern unterstütz. So wurde am Dienstag viel ausprobiert und erste kleine Kunstwerke sind entstanden.

Der Mittwoch wurde genutzt, um in der Unterkunft eine 10 Meter lange Wand zu errichten, auf die das gemeinsame Kunstwerk aufgetragen werden sollte. Beim Bau wurden wir von den Künstlern, wie auch der Stephanus Stiftung unterstützt. Beim Streichen der Wand wurden wir dann bereitwillig von vielen Kindern und einigen Jugendlichen der MUF unterstützt. Am Donnerstag ging es an die Gestaltung der Wand. Die beiden Künstler halfen den Teilnehmer*innen bei der Umsetzung ihrer Vorstellungen und unterstützten bei den Feinheiten des Kunstwerkes. Während dieser Zeit grillten wir und kamen ins Gespräc.h Nach gut 4 Stunden zierte die neu errichtete Wand das gemeinsame Kunstwerk. „KIDS WANNA PLAY“

Gerade im Grau des Herbstes sticht das Kunstwerk mit seinen grellen Farben heraus und erhellt den Außenbereich der Unterkunft. Wir haben schon einige Folgeprojekte im Sinn, bei denen wir gerne in Buch Wände neu gestalten und Begegnungen mit Bucher Jugendlichen ermöglichen möchten.

Abschließend möchten wir allen Danken, die dieses Projekt ermöglicht haben. Vielen Dank also an:

  • Unsere engagierten Künstler
  • die Stephanus Stiftung
  • die JFE „Der Alte“
  • die Howoge
  • und den Bezirk für die finanzielle Unterstützung durch Verstetigungsmittel

 

Die Woche verging wie im Flug und wir freuen uns auf weitere Projekte dieser Art.

 

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