Endlich! Wildes Campen im öffentlichen Raum wird toleriert

In Charlottenburg-Wilmersdorf gehen Verwaltung und Gewerbetreibende endlich auf die Forderung der Straßensozialarbeit ein.Während kürzlich noch die AG-City (ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden in der City-West) über Wohnungslose im Bezirk klagte und ankündigte mit privaten Sicherheitsdiensten gegen diese vorzugehen ist nun ein völliger Sinneswandel eingetreten, den wir aufs Äußerste begrüßen. Letzte Woche campierten hunderte offensichtlich wohnungsloser Menschen vor einem Apple-Store am Kurfürstendamm mit Zelten, Campingstühlen, etc. Dieses Mal wurde die Ansammlung jedoch nicht geräumt, sondern Ordnungsmacht und Gewerbetreibende kümmerten sich gleichermaßen herzlich um die Menschen indem sie beispielsweise mit Absperrgittern dafür sorgten, dass die Leute ungestört verweilen konnten, ohne dabei den Gehweg gänzlich zu blockieren. Das Apple-Store stellte den Leuten kostenlos Dixie-Klos zur Verfügung um eine Geruchsbelästigung durch die Gruppe zu vermeiden. Schon seit langem fordert die Straßensozialarbeit Wohnungslose nicht mehr aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, da diese Personen lediglich diesen Raum zum Leben haben. Um hierbei Konflikte mit anderen Nutzer_innen zu vermeiden wird weiterhin die Bereitstellung eines kostenlosen Hygiene-Containers in der Jebensstraße am Bahnhof Zoo in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm gefordert. Der erste Schritt hierfür ist nun endlich getan.

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