Die Stadt wächst! Oder wird sie enger? Der öffentliche Raum kleiner?

Berlin wächst, wird sich so gesagt: Aus allen Himmelsrichtungen zieht es die Menschen hierhin. Das ist ja auch kein Wunder bei dieser wunderbaren Stadt.
Und kein Wunder ist es auch, dass diese Menschen auch ein Platz zum wohnen brauchen. So werden fleißig Häuser überall dort gebaut, wo die Stadt ein bisschen Fläche entbehren kann.
So ist das mit dem Wachstum. Und wie die Menschen so sind, wohnen sie gerne an einem schönen Fleck. Genießen morgens ihren Kaffee auf dem Balkon und schauen auf den ruhenden See oder Bäume die im Wind wippen oder auf den schön hergerichteten Platz direkt vor der Haustür. So ein Platz ist zum Beispiel der an der Marie in Prenzlauer Berg. Dort gibt es Spielplätze für die Kinder, Grünflächen um sich zu entspannen, Tischtennis platten für ne Partie mit Freunden und eben auch Jugendliche.

Und wie Jugendliche so sind, chillen sie auch gerne auf Grünflächen, zocken mal ne Runde Tischtennis, philosophieren über dieses und jenes, schmieden Pläne für die Zukunft und überlegen was sie für den nächsten Test lernen müssen. All das passiert beim chillen. Und zum chillen gehört auch gute Musik. Machmal auch gerne laut. Denn gute Musik hört sich bekanntlich am besten Laut. So ist das mit den Jugendlichen.

Dann sind da die Erwachsenen. Die arbeiten oft lange und schwer und freuen sich kindlich auf den wohl duftenden Kaffee auf dem Balkon mit Blick auf den schön hergerichteten Platz. Und da die Erwachsenen schwer und lange arbeiten, sind sie wenig begeistert von der Musik der Jugendlichen.
Und weil sie so wenig begeistert sind von der Musik und lieber in Ruhe ihren Kaffee genießen, rufen die Erwachsenen das Ordnungsamt. Und das Ordnungsamt versteht das – denn die sind ja auch Erwachsene und freuen sich schon auf den häuslichen Kaffee in aller Ruhe. Und so verwiest das Ordnungsamt die Jugendlichen vom Platz. Die Jugendlichen wissen dann zwar nicht wohin mit sich, aber die Erwachsenen haben ihre Ruhe. So ist das mit den Erwachsenen und den Jugendlichen.

Und weil die Jugendlichen das ziemlich doof finden von dem schön hergerichteten Platz vertrieben zu werden und nicht zu wissen wohin mit sich, und wir von Gangway -trotz das wir Erwachsene sind- das auch doof finden stecken wir unsere vielen Köpfe zusammen und überlegen gemeinsam wie die Jugendlichen in Ruhe chillen und die Erwachsenen in Ruhe Kaffee trinken können. Und da das alle eine ziemlich tolle Idee finden feierten wir ein kleines Fest. Da gab es gegrillte Würste und Käse und Brot. Und es gab auch gute, laute Musik. Denn gute, laute Musik macht richtig viel Spaß beim Sprühen.

Und für alle die wissen wollen wie es weitergeht mit den Jugendlichen und den Erwachsenen, der Musik und dem Kaffee, und dem schön hergerichteten Platz an der Marie, wird hier von mal zu mal die Neuigkeiten vom Beteiligungsprozess lesen können.

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