Last Updated on 13. Januar 2020 by Ute Evensen

Am 8. September wurde Berlins größtes zusammenhängendes Graffiti im Rahmen einer Vernissage Openair eingeweiht. Sieben Jahre haben die Künstler der Lichtenberger Graffiti-Crew die Wände der Lichtenberger Brücke gestaltet. Mit einer Fläche von mehr als 1500 m² ist nun das größte konzeptionell und künstlerisch zusammenhängende Graffiti in Berlin entstanden. Fast 100 Jugendliche aus Berlin, New York, Melbourne und Amsterdam waren an dem Projekt beteiligt. Im Juli und August 2016 wurde der letzte Teilabschnitt fertig gestellt, so dass nun das Gesamtwerk feierlich eröffnet werden konnte. Die jungen Künstler wollen mit dem Projekt zeigen, dass Graffiti alternative Kunst und Ausdruck von Kreativität ist und all den anderen Interessierten und Unterstützenden!

Hier einige Presseberichte:

Fotos von der Vernissage mit den Gästen

Wir bedanken uns bei unseren Gästen und haben uns sehr über ihr Kommen gefreut! Allen voran seien da genannt die Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro und die Jugendstadträtin Frau Dr. Sandra Obermeier. Des Weiteren Frank Sparmann und Petra Krampe von der HOWOGE, Jens Richter der Präventionsbeauftragte des Polizeiabschnitts 64 und sein Kollege; Den Kolleg_innen Frank und Birte vom Sportjugendclub, unseren Kolleg_innen Anja,  Brita (Team Neukölln), Christian (Team Moabit), Ulf (Team Mitte), Walter und Schelli (Team Hohenschönhausen); Unserer Vorstandsvorsitzenden Hannah Biamino und natürlich unserer Geschäftsführerin Elvira Berndt; Daniela Dahlke, Stadtteilkoordinatorin vom Stadtteilzentrum in der Fanningerstraße/Frankfurter Allee Nord; Brigitte Krüger, Gebietskoordinatorin für die Region 3 in Lichtenberg; den Vertretern des Forum Weitlingkiez und des Kiezfond; Auch Hendrike Klein und Daniel Tietze von der Partei Die Linke und Christian Paulus von der SPD; Sowie allen weiteren Interessierten und Unterstützenden.

Graffiti-Projekte in Lichtenberg

Schon seit vielen Jahren unterstützt das Gangway-Team Lichtenberg die Jugendlichen der Lichtenberger-Graffiti-Crew bei der Umsetzung von verschiedenen Graffiti-Projekten. Die Crew besteht in der gegenwärtigen Zusammensetzung seit 2009 und umfasst im Kern sechs junge Erwachsene.

Das Projekt an der Lichtenberger Brücke begann 2009 mit einer Ausschreibung des damaligen Jugendstadtrates von Lichtenberg Michael Rässler-Wolff. Er wollte Farbe in den Bezirk und insbesondere in die Gegend rum um den S- und U-Bahnhof Lichtenberg bringen. Nach sieben Jahren auf insgesamt sechs Teilabschnitten ist mit dem Graffiti an der Lichtenberger Brücke das größte konzeptionell und künstlerisch zusammenhängende Graffiti in Berlin entstanden. Die Gesamtfläche, die gestaltet wurde, beträgt mehr als 1500 m². Mehr als 100 Jugendliche aus Berlin, New York, Melbourne und Amsterdam haben an dem Werk mitgearbeitet.

Seit 2009 hat die Graffiti-Crew neben Großprojekten wie die Lichtenberger Brücke und die Legale Wand in der Frankfurter Allee (etwa Höhe der Hausnummer 282) mehr als 20 Projekte mit Lichtenberger Kinder und Jugendlichen durchgeführt. Die Projekte haben an Schulen, Freizeiteinrichtungen, interkulturellen Zentren, Sporteinrichtungen und Gebäuden im öffentlichen Raum stattgefunden. Weitere Großprojekte sind geplant, z.B. im Zoschke-Stadium, in der Freizeiteinrichtung Orange-Flip und am DRK-Haus auf dem Vorplatz der Lichtenberger Brücke. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen war der Graffiti-Crew immer sehr wichtig. Unter künstlerisch-pädagogischer Anleitung unterstützten sie die jungen Menschen dabei, Skizzen anzufertigen und diese dann umzusetzen. In den Werken wurden Themen aus dem Alltag der Jugendlichen und aus dem Kiez in Lichtenberg aufgegriffen.

Mit Projekten dieser Art will die Lichtenberger Graffiti-Crew einerseits ein künstlerisches und gesellschaftliches  Zeichen gegen Graffiti-Schmierereien setzen. Auf der anderen Seiten verstehen sie Graffiti als alternative Kunst und als ein Ausdruck von Kreativität. Sie suchen immer wieder Orte, an denen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, Graffiti-Erfahrungen zu machen, ohne gleich stigmatisiert zu werden.

Presseinfo: Vernissage OpenAir - Einweihung Berlins größtes Graffiti

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