MZ-019_10-04_Hermes-Dauerflyer-D-vintage_RZ-pf.inddDas Theaterprojekt „Hermes“

Die Idee war es verschiedene Mädchen- und Frauengruppen mit dem „Forumtheater“ zu erreichen.

Zum einen steht Empowerment im Fokus unseres Anliegens, zum anderen das Entwickeln eines Theaterstückes aus verschiedenen Perspektiven zum Thema „Flucht und Migration aus der Frauenperspektive“.

Die Gruppen, mit denen wir in Workshops arbeiteten, erarbeiteten Theaterstücke, die sich um das Thema „Frau-sein“, Freundschaft, Gewalt und die Rolle der Frau in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten drehten.

„Eins ist gewiss: wo es Unterdrückung gibt, muss sie abgeschafft werden. Das Theater der Unterdrückten ist immer Dialog: wir lehren und lernen. Das Theater der Unterdrückten geht von zwei Grundsätzen aus: Der Zuschauer, passives Wesen und Objekt, soll zum Protagonisten der Handlung, zum Subjekt werden. Das Theater soll sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern ebenso mit der Zukunft. Schluss mit einem Theater, das die Realität nur interpretiert; es ist an der Zeit, sie zu verändern. Der Zuschauer, der in einer Forumtheater-Sitzung fähig gewesen ist zu einem Akt der Befreiung, will diesen auch draußen im Leben vollbringen, nicht nur in der fiktiven Realität des Theaters. Die ‚Probe’ bereitet ihn auf die Wirklichkeit vor“ [Augusto Boal]

Wir haben viel gespielt, gelacht, geweint, gekämpft. Haben viele Menschen kennen gelernt und viele Brücken gebaut. Wir haben unsere Horizonte stets den Bedarfen der Adressat*innen angepasst, so dass auch in Kollaboration mit der Künstlerin Stine Marie Jacobsen das geniale Buch „German for newcomers“ sowie 5 tolle Videos entstanden sind.(https://www.youtube.com/channel/UCkoLycCnCTN1YLnu_jaRPfA)

Wir haben unsere eigene Gesetze geschrieben und diese im gesamten Berliner Stadtbild ausgestellt…

(http://stinemariejacobsen.com/law-shifters/)

Zwischenzeitlich sind auch Workshops im Refugium Buch gelaufen, wir haben mit minderjährigen unbegleiteten geflüchteten Jugendlichen in Workshops das Verhalten bei Polizeikontrollen und Festnahmen besprochen und in zwei kleinen Comics zusammengefasst.

Nach vielen Workshops in Geflüchteten Unterkünften, Schulen und in der lateinamerikanischen und vietnamesischen Community sind wir gerade dabei unsere Erfahrungen und best practice, sowie Herausforderungen und Chancen dieser Methode, in einem Manual zusammen zufassen.

Viel ist geschehen seit unserem Start im Jahr 2014 und wir danke an dieser Stelle allen Kooperationspartner*innen für ihre super Zusammenarbeit.

Finanziert wurde das Projekt von der Aktion Mensch Stiftung, der wir sehr für ihre tolle Unterstützung und barrierefreie Kommunikation danken.

Danke an alle und wir hoffen sehr, dass die ganzen tollen Erfahrungen, die wir in den letzten 3 Jahren gesammelt haben auch weiterhin nachhaltig wirken.

in diesem Sinne:

Keine akrobatischen Leistungen sind angestrebt, sondern das Ausschöpfen all dessen, was in uns angelegt ist, denn nicht nur der Schauspieler, jeder kann Theater machen; nicht nur der Künstler kann Kunst machen – jeder Mensch ist ein Künstler.“ Augusto Boal

Eure Nastaran & Mirella

 

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