Wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, gibt es ein paar Dinge, die Du beachten solltest, damit das Gespräch für Dich erfolgreich verläuft. Deswegen geben wir Dir hier ein paar Hinweise, wie Du Dich optimal auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten kannst.

Ein Tipp vorab: Übe das Vorstellungsgespräch mit Freunden oder Familie. Lass Dir von ihnen eine Rückmeldung geben über Deine Antworten, Deine Mimik und Gestik sowie Deine Körperhaltung. Das hat nämlich gleich zwei positive Effekte: Zum einen kannst Du schon einmal testen, wie so ein Gespräch aussehen könnte und zum anderen erhältst Du gleich ein Feedback, was Du noch verbessern kannst. So gehst Du gut vorbereitet und selbstsicherer in das Vorstellungsgespräch.

Wichtig! Formuliere ein eigenes Ziel, bevor Du zum Vorstellungsgespräch gehst.
Dies könnte so lauten:
„Ich erhalte den Ausbildungsplatz!“

  1.  Aussehen:
    Generell gilt: Kleide Dich dem Berufsbild entsprechend. Wenn Du z.B. ein Vorstellungsgespräch im Restaurantbereich hast, wäre es gut, wenn Du ein weißes Hemd/ Bluse und eine schwarze Hose trägst. Bewirbst Du Dich als Maler, brauchst Du nicht im Anzug aufzuschlagen. Es gilt: Der erste Eindruck ist oft entscheidend! Achte also auf ein gepflegtes Äußeres und sei fit und nüchtern!
  2. Auftreten:
    Sei höflich und freundlich. Halte im Gespräch Blickkontakt mit Deinem Gegenüber. Achte darauf, dass Deine Körperhaltung offen ist, also sitze nicht mit verschränkten Armen oder Beinen im Bewerbungsgespräch. Sei Dir Deiner kleinen Macken bewusst, wenn Du nervös bist, z.B. spielen manche permanent mit den Händen oder andere wippen immer mit den Beinen. Das solltest Du natürlich vermeiden.
  3. Vorbereitung:
    Finde so viel wie möglich über den Betrieb heraus, in dem Du Dich vorstellen wirst. Mit dem Internet ist das ja auch kein Problem, denn so gut wie jede Firma hat mittlerweile eine Homepage. Wieviel Mitarbeiter sind dort beschäftigt? Wie bekannt ist die Firma? Welche Bereiche und Schwerpunkte hat der Betrieb? Beliebt ist auch die Frage, ob Du weißt, was Dich in der Ausbildung erwartet, auf die Du Dich beworben hast. Auch solltest Du klar sagen können, wieso Du Dich gerade bei dieser Firma bewirbst. Was gefällt Dir dort?Noch etwas zum Fahrtweg: Du solltest genau wissen, wo die Firma ist und wie Du dahin kommst. Verschaffe Dir einen Überblick: Wie lange brauchst zu dem Betrieb mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Plane vorsichtshalber 10-15 Minuten Reservezeit ein, falls eine Bahn ausfallen sollte.
  4. Begrüßung:
    Stelle Dich mit Deinem Namen vor und solltest Du von einem Mann und einer Frau empfangen werden, gib nach Möglichkeit (aus Höflichkeit) erst der Frau die Hand. Setze Dich erst hin, nachdem Du dazu aufgefordert worden bist.
  5. Was Du gefragt werden könntest:
    Das Ziel eines Vorstellungsgespäches für eine Firma oder einen Chef ist: Er will Dich kennen lernen und Dein Interesse für den Beruf, auf den Du Dich beworben hast, überprüfen.Also halte Deinen Lebenslauf im Kopf bereit und überzeuge ihn davon, das dieser Beruf genau der Richtige für Dich ist. Mit Sicherheit wirst Du gefragt, was Du bisher in Deinem Leben gemacht hast. Erzähle nur die Dinge, von denen Du glaubst, dass sie für Deinen Gesprächspartner interessant sind und lasse Privates weg. Sprich nicht schlecht über ehemalige Arbeitgeber, sonst denkt Dein Gesprächspartner, dass Du das auch über ihn tun würdest.Eine weitere typische Frage ist, warum Du Dich ausgerechnet für diesen Beruf beworben hast, hier geht es um Deine Motivation.Typische Fragen, die Dich vielleicht verunsichern können, sind Fragen nach Deinen Stärken und Schwächen. Deshalb überlege Dir im Vorfeld, was Du gut kannst und welche Deiner Stärken vor allem für den Beruf am besten geeignet sind. Stärken, wie z.B. Teamfähigkeit oder Zuverlässigkeit fallen den meisten ein. Schwieriger wird es bei den Schwächen. Schwächen, die Dir gleichermaßen auch als Stärke ausgelegt werden können, sind z.B. Perfektionismus oder Ungeduld.Gerne wird auch gefragt, wie Du mit Kritik umgehst oder was Du tust, wenn Du ein Problem mit einem Kollegen hast.

    Es gibt Fragen im Vorstellungsgespräch, die Du nicht wahrheitsgemäß beantworten musst, typisch wären z.B. die Fragen, ob Du Kinder möchtest, schwanger bist, einer Partei angehörst oder Schulden hast. Bei diesen Fragen musst Du keine ehrliche Antwort geben, da sie grundsätzlich (also für die meisten normalen Berufe) nicht zulässig sind.

    Am Ende jedes Vorstellungsgesprächs wird Dein Gesprächspartner fragen, ob Du noch etwas wissen möchtest. Du solltest also einige Fragen parat haben, die Dich wirklich interessieren. Es ist natürlich ungünstig als erstes nach Urlaub, Bezahlung oder Pausenregelung zu fragen. Günstig sind Fragen zu den Themen Mitarbeiter, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Einarbeitungsphase. Auch hierbei gilt wiederum: Stelle keine Frage zu Dingen, die im Laufe des Gesprächs bereits geklärt wurden.

    Sei nicht enttäuscht, wenn Dein erstes Vorstellungsgespräch nicht so verläuft, wie Du es Dir vorgestellt hast – auch hier gilt: Übung macht den Meister!

    Gesprächsregeln:
    Höre gut zu und antworte mit klarer und deutlicher Stimme genau auf die gestellte Frage. Fange nicht an zu schwafeln, sprich nicht länger als 2 Minuten (manchmal reichen 20 Sekunden um eine gute Antwort zu geben) und halte regelmäßigen, offenen Blickkontakt zu Deinem Gesprächspartner oder Deinen Gesprächspartnern. Versuche möglichst hochdeutsch zu sprechen. Traue Dich Fragen zu stellen, wenn Du etwas nicht verstanden haben solltest. Dies signalisiert Interesse. Achte aber darauf, dass Du keine Frage stellst, die Du Dir aus dem bisherigen Gesprächsverlauf bereits selbst beantworten könntest.

Viel Erfolg bei Deinem Vorstellungsgespräch!

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