Oh weh! der letzte Werkstattbericht liegt schon wieder einen Monat zurück!

Wir haben das „Sommerloch“ trotz Urlauben und Affenhitze gut überstanden und konnten unsere kleine feine Werkstatt kontinuierlich für Geflüchtete wie Anwohner öffnen.

Jetzt, wo über 70 Räder komplett instandgesetzt unsere Montageständer verlassen haben, häufen sich dennoch Reparaturen, denn Berlin ist und bleibt ein „hartes Pflaster“ und die Räder sind nach unserer Einschätzung im Dauereinsatz. (frühmorgens auf dem Weg zur Kita sehe ich – der Autor dieses Textes – regelmäßig Räder aus unserer Werkstatt an mir vorbeiflitzen – oft begleitet mit einem „Hallo Tilmann!“, das ich gerade noch erwiedern kann, denn dann sind die Fahrer*innen oft schon wieder am Horizont verschwunden … ;D)

Und um diesem Reparaturaufkommen Rechung zu tragen, haben wir heute um 18:30 Uhr unsere „Mobile Werkstatt“ zusammengepackt und uns auf den Weg in die Flüchtlingsunterkunft Falkenberg gemacht.

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Matthias, Paul und ich wurden schon erwartet – der Sportraum war reserviert und die Security hatte die Anweisung, uns bei der „Terminvergabe“ zu unterstützen ;D – Denn: DER ANDRANG WAR GROSS! Uns ist es weitgehend gelungen, dass auch bei diesem „Vor Ort Service“ je ein Schrauber mit einem Flüchtling konzentriert arbeiten konnte. Viele der Bewohner kannten uns ja schon und wussten, wie wir gerne arbeiten.
Nicht nur die Leihräder unserer Werkstatt – auch Privaträder der Bewohner*innen wurden herangeschoben – meist mit nur kleineren Mängeln wie Plattfuß oder defekter Bremse.

Bei größeren Schäden mussten wir auf einen gemeinsamen Werkstatt-Termin vertrösten.

So wurden insgesamt etwa 15 Räder in 2 Stunden wieder heile und fit für die dunkle, feuchte Jahreszeit gemacht. Bei den schwereren Fällen (bezogen auf die Räder natürlich!) wurde der Reparaturaufwand eingeschätzt und dem Sozialdienst Empfehlungen gegeben, wie die Bewohner mit ihren Anliegen zu unseren Schrauberzeiten „gebucht“ werden können.

Unsere Aktion wurde durchwegs mit Begeisterung und Dankbarkeit gewürdigt und unser Wohlbefinden mit Kaffee und Tee gesteigert, den die Bewohner uns zubereiteten.

Wir sind uns einig: Das schreit nach Wiederholung! (und verhindert, dass kleinere Reparaturen, wertvolle Schrauberzeiten in der Werkstatt „blockieren“).

Soviel jetzt erst mal dazu… ich muss gleich wieder eine Bestellung an Ersatzteilen aufgeben, dass wir bei den folgenden Reparaturen wieder „ins volle“ greifen können.

 

Die Crew der Fahrradwerkstatt Hohenschönhausen

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