Das Bucher Sommercamp 2015

Sommercamp in Buch

 

Das Sommercamp in Buch vom 16.07- 18.07.15  wurde wie jedes Jahr vom Kinder- und Jugendnetzwerk Buch durchgeführt. Unsere 3 KollegInnen trafen sich schon Monate vor Beginn des Sommercamps mit MitarbeiterInnen verschiedener sozialer Träger aus Buch, um das Programm für dieses Jahr auszuarbeiten. Jedes Jahr kommen Jugendliche und Kinder in den Sportjugendclub (SJC) in Buch um am Sommercamp teilzunehmen. Die Teilnahme  ist kostenlos, um allen zu ermöglichen, das Sommercamp zu besuchen. In diesem Jahr waren eine große GPS- Tour, Baden und ein Besuch in Sachsenhausen die Hauptprogrammpunkte. Am Donnerstag trafen sich alle TeilnehmerInnen am SJC um die zelte aufzubauen. Im Anschluss fand eine kurze Begrüßungsrunde statt, bei der die TeilnehmerInnen erfuhren, was genau, sie in den kommenden drei Tagen erwartet.  Nach einer kurzen Stärkung  stiegen alle in die drei Kleinbusse, um in die Schönower Heide zu fahren. Die Schönower Heide ist ein Landschaftsgebiet im Norden von Buch.  Dort gibt es den Gorinsee, eine kleine Heidelandschaft und ein Waldgebiet, in dem die GPS-Tour stattgefunden hat. Die Jugendlichen hatten sich vor dem Start in 3 Gruppen aufgeteilt und wurden dann an drei verschiedenen Startpunkten abgesetzt.

 

Die GPS-Tour

 

Die GPS-Tour durch die Schönower Heide wurde von 2 Gangway  Mitarbeitern ausgearbeitet. Bei der Vorbereitung wurde darauf geachtet, dass die Tour in einem Lebensweltfernen Umfeld stattfindet, um die Komfortzone der Jugendlichen zu erweitern und ein Naturerlebnis zu schaffen. Zudem sollten gruppendynamische Kompetenzen durch Teamaufgaben  gefördert werden. Die Jugendlichen sollten Situationen ausgesetzt werden, bei denen sie kommunizieren und zusammenarbeiten mussten, um genügend Punkte für die Endwertung zu bekommen. Der Lebensraum Wald und Natur sollte ebenfalls die Tour integriert werden. Um die Interessen der Jugendlichen anzusprechen haben wir uns dazu entschieden, keine GPS-Geräte für die Tour zu nutzen, sondern auf die App Actionbound zurückzugreifen, die interaktive GPS-Touren ermöglicht. Man kann am Computer eine eigene Tour erstellen und diese Mit Aufgaben und Fragen versehen. Zudem ist es möglich QR-Codes zu erstellen, die dann mit der App gescannt werden können um ein Weiterkommen zu ermöglichen. Uns war wichtig, dass dich die drei Gruppen während der Tour nicht treffen, um Ablenkungen zu vermeiden. So haben wir drei Unabhängige Touren ausgearbeitet, die mit Fragen, Teamaufgaben, Suchaufgaben und dem Finden von GPS-Koordinaten versehen waren. Trotz der verschiedenen Routen sollten die Touren möglichst die gleichen Fragen und Aufgaben enthalten um Chancengleichheit zu schaffen.

Jeweils ein/e Jugendliche/r aus den Gruppen hat die App auf ein Smartphone gespielt und somit eine Gruppenleiterrolle übernommen. Die Gruppen sind ohne die Begleitung von BetreuerInnen des Camps gegangen und waren bei der Bewältigung der Tour auf sich selbst gestellt. Am Anfang der Tour bekam jede der drei Gruppen ein rohes Ei und eine Mülltüte. Beides War für eine Langzeitaufgabe vorgesehen. Während die Gruppen in der Mülltüte möglichst viel Abfall sammeln sollten, sollten sie das rohe Ei möglichst gut mit Naturmaterialien wie Moos, Blättern und Gräsern verpacken. Das ei sollte am Ende einen Sturz aus 5 Meter Höhe überstehen. Für die Gruppe mit dem meisten Müll gab es am Ende Extrapunkte. Die App, mit der die Gruppen die GPS- Tour bestritten, ermöglicht es Fragen an die Gruppe zu stellen oder ihr eine Aufgabe zu geben. Werden Fragen richtig beantwortet, oder findet man einen versteckten QR-Code, rechnet die App der Gruppe Punkte dafür zu. So lässt sich am Ende der Tour feststellen, welche Gruppe am meisten Punkte gesammelt hat. Wir haben uns bewusst für einen Wettbewerb entschieden, da für die Jugendlichen das Abschneiden im Vergleich zu anderen Gruppen eine große Rolle spielt. Nachdem wir die drei Gruppen an den Jeweiligen Startpunkten abgesetzt hatten, machten sich die Jugendlichen auf den Weg und bestritten die Touren. 2 Gangway Mitarbeiter, sind während der gesamten Aktion die Touren mit dem Fahrrad abgefahren, um bei auftretenden Problemen die Gruppen zu unterstützen und ggf. Fragen zu beantworten, die etwas mit der Handhabung der App zu tun hatten. Dabei stellte sich heraus, dass alle drei Gruppen Hochmotiviert waren und ihr bestes gaben, um möglichst viel Punkte zu bekommen. Um die Motivation der Gruppen zu heben, haben wir an einigen Stellen Süßigkeiten als Wegzehrung versteckt. Die Fragen, die den Jugendlichen gestellt wurden befassten sich meistens mit dem Lebensraum Wald und der Orientierung. So sollten sie z.B. an einer Wegkreuzung die Himmelsrichtung bestimmen, in die sie gingen. An anderer Stelle mussten sie einige Informationstafeln finden, um Fragen über die Pflanzen- und Tierwelt der Schönower Heide zu beantworten. Gruppenaufgaben bestanden zum Teil darin, möglichst viele Jugendliche auf einem Meilenstein zu platzieren und ein Foto davon zu machen. Zum anderen mussten sie sich gegenseitig helfen, um auf einen Baum zu klettern und dort einen QR-Code zu finden. Alle Gruppen hatten den gleichen Endpunkt, an dem die letzte Aufgabe auf sie wartete. Am Ende der Tour sollte jede Gruppe gemeinsam einen Unterstand aus einer Plane und einigen Schnüren bauen. Dabei wurden Punkte für die Konstruktion, deren Festigkeit bei einem vermeidlichen Regenschauer und für Teamwork vergeben. Alle Gruppen meisterten die Tour und hatten viel Spaß dabei. Am Ende sind alle zum Gorinsee gegangen um zu Baden. Nach dem der kurzen Badepause ging es wieder in die Busse und zurück zum SJC.

Insgesamt war die GPS-Tour  ein tolles Erlebnis für alle beteiligten und wir Planen in den während der Sommerferien noch eine Tour in Buch durchzuführen.

 

Am Abend wurde im SJC gegrillt. Wir ließen den Abend mit einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer mit  dem Werwolf-Spiel und Gruselgeschichten ausklingen. Für die TeilnehmerInnen und BetreuerInnen gestaltete sich die Nacht jedoch recht kurz, da einige der TeilnehmerInnen nicht recht zur Ruhe finden wollten. So begann der Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück und den verschlafenen Gesichtern aller Beteiligten.

Für den Samstag war ein Besuch im KZ Sachsenhausen vorgesehen. So machten wir uns nach dem Frühstück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg. In Sachsenhausen angekommen erwartete uns ein Guide, der uns durch die Anlage führte und auf alle Fragen der Beteiligten antwortete. Die Jugendlichen waren größtenteils interessiert und haben auch im Nachhinein noch das Gespräch, mit den MitarbeiterInnen des Sommercamps, gesucht. Da es am Samstag ziemlich warm war, wollten die Jugendlichen gern erneut zum Gorinsee. So wurden, nach der Heimkehr zum SJC, noch einmal zwei Kleinbusse organisiert und wir sind mit den Jugendlichen nach dem Abendbrot zum Baden gefahren. Am See wurde ausgelassen getobt und geschwommen. Auf dem Rückweg vom See, wurde noch eine Musikanlage, von einem der Jugendlichen, bei ihm zuhause abgeholt. Der Grund dafür war ein kleines Konzert, das der Hip Hop begeisterte Jugendliche gab, um seinen eigenen Song vorzustellen. Diesen produzierte er in diesem Jahr mit Gangway Beats. Das Konzert fand im romantischen Ambiente bei Kerzenschein und ohne Mikro statt und wurde von den Jugendlichen bejubelt. Hier nach stand wieder ein Ausklingen am Lagerfeuer an, bei dem sich die Jugendlichen selbst als Moderatoren vom Werwolf-Spiel versuchten. Auch in der zweiten Nacht wurde wenig geschlafen, sodass sich am nächsten Morgen kaum jemand fand, der sofort Abbauen wollte. Die Jugendlichen trudelten nach und nach beim Frühstück ein und begannen erst nach einer Stärkung, ihre Zelte Abzubauen. Die MitarbeiterInnen des Camps unterstützen die dabei. Sowie alles Abgebaut war, verabschiedeten sich die Jugendlichen und machten sich auf den Weg in ihre Betten.

Das Sommercamp war ein schöner Auftakt in die Ferien für alle Beteiligten. Es gab viel zu erleben und zu lachen. Die Jugendlichen bedauerten lediglich das Schlafdefizit. Doch was wäre ein Sommercamp ohne wenig Schlaf und Durchgemachte Nächte?

 

Uns MitarbeiterInnen hat das Camp ebenfalls sehr gut gefallen. Es war eine tolle Gelegenheit die Jugendlichen, mit denen wir Arbeiten, etwas näher kennen zu lernen und ein neues Vertrauensverhältnis zu schaffen.

 

(Ein ausführlicher Bericht unseres Praktikanten „Roland“)

 

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