48 STUNDEN KUNST AUF DEM HISTORISCHEN AREAL.

Im Ludwig Hoffmann Quartier startet vom 15. September 2017 ab 16 Uhr bis zum 17. September 2017 eine besondere Ausstellung unter freiem Himmel. Stilbruch ist das Ziel… Stilbruch mit dem ansonsten denkmalgeschützten Gelände, den geschützten Rasenflächen, den denkmalgeschützten Skulpturen und Brunnen. Als „Kunstort“ wird die Ringstraße dienen, welche als Symbol für Einheit und Verbindung, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft steht. Es geht um Geschichte, um die in Buch lebenden und arbeitenden Menschen und die Zukunft.

48 Stunden lang können dann Besucher*innen unter dem Titel „Leben mit dem Denkmal“, bewusst gesetzte künstlerische Akzente auf sich wirken lassen – Neues entdecken.

Das AWO Refugium Buch mischt hier mit. Unter Leitung von Rosa Torkashvand und Emanuela Pilolli können die Bewohner*innen des AWO Refugiums Buch 2,5 Wochen lang in einem kreativen Prozess Häuser nach ihren Wünschen, Träumen und Bedürfnissen gestalten Die einzige Vorgabe ist: die Verwendung von ausschließlich Naturmaterialien oder Recyclingmaterial (Styropor, Tetrapack, Plastiktüten usw.) und – Kinder agieren gemeinsam mit Erwachsenen. Zeitlich ist das Projekt in der Gegenwart und Zukunft verankert. So bekommen dann auch die fertig gestellten Häuser die Farben der Container: blau – rot – gelb. Gegenwart und Zukunft – vielleicht treffen hier aber auch eher Wunsch und Wirklichkeit aufeinander.

Auf jeden Fall, die Stimmung ist ausgelassen und geradezu fröhlich. Einfach mal sitzen und die Hände kreativ arbeiten lassen- das würden die Frauen aber auch die Männer gerne mal öfter tun. Es ist darüberhinaus spannend die Kinder in der Arbeit mit den Erwachsenen, nicht unbedingt mit den eigenen Eltern, zu beobachten. Sonst immer eher laut und aufgeregt unterwegs sind sie nun sehr konzentriert, sprechen sich ab und verhandeln über die beste Idee und deren mögliche Umsetzung. Anders dagegen bei den begleitenden Intervievfragen wie z.B. „Wie fühlst du dich in Buch?“ oder „Was wünscht du dir für die Zukunft?“. Große Frustration, Stagnation, Angst vor Übergriffen, den Wunsch schnell aus dem Bezirk rauszukommen sowie so schnell wie möglich finanziell unabhängig zu werden- das sind sich immer wiederholende Statements.  Ein eher frustriertes JETZT und eine ungewisse ZUKUNFT – das ist der Alltag vieler Bewohner*innen.

Die dann fertig gestellten Arbeiten, werden Vogelhäuser gleich vom 15.-17. September (siehe Fotos) in den Bäumen des Kunstortes zu sehen sein. Dort laden sie die Besucher*innen zu Gedanken, Assoziationen, Gesprächen mit den Künstler*innen oder vielleicht auch einem stillen Perspektivwechsel ein. Gerahmt und unterstützt werden die Objekte von den audio und/oder visuell aufbereiteten Interviews der Bewohner*innen.

Kommt, kommen Sie vorbei: Wir sind sicher es lohnt sich.

 

Vielen Dank an dieser Stelle dem Lions Club für die finanzielle Unterstützung, die dieses Projekt erst möglich macht.

 

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